Samstag, 11. Dezember 2010

dark side of life

Dein Sarg steht auf einem Podest vor mir. Stabile Eiche. Oder irgendwie sowas. Ich weiß nicht mehr, was ich ausgesucht habe. Du wolltest, dass ich mich darum kümmer, wie um alles eigentlich, wenn irgend etwas passiert. Es ist passiert. Ich knie nieder und lege eine Hand auf den Sarg. Ich spüre, wie du mir "Lebe wohl" sagst. Tränen laufen über meine Wangen, mein Gesicht ist gerötet und heiß. Ich gehe langsam zu dem kleinen Rednerpult und bemerke die Blicke, die auf mir lasten. Alle starren mich an. Die Welt zieht sich zusammen. Alles ist schwarz. Ich halte die Rede, die ich für dich geschrieben habe. Sie ähnelt einem Brief. Die ganze Zeit über weine ich. Ich kann nicht fassen, was passiert ist.
Du wirst nach draußen getragen. Zu deinem "Platz". In den Stein gemeißelt steht: "Ich liebe dich." Es ist das einzige was wahr ist und das einzige, was beschreibt, was ich sagen will. Die drei Worte beschreiben alles. Der Sarg wird hinabgelassen. In das schwarze Loch in der Erde. Die Menschen, die da sind, treten zur Seite, während ich mit einer wunderschönen Blüte zu dem Loch laufe und sie schließlich hinunter werfe. Sie sieht so allein und verloren aus auf dem dunklen Holz. Ich schaue nach oben. Falle auf die Knie. Und schrei.


Ich wache auf. Schweißgebadet und mit Tränen in den Augen. Es war alles nur ein Traum.
Ein Alptraum.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen